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Schulraumplanung Bätterkinden

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 20. April 2026 die Machbarkeitsstudie der Basler & Hofmann AG genehmigt. Diese zeigt auf, dass die Variante eines Ersatzneubaus weiterverfolgt werden soll. Anlässlich der Gemeindeversammlung vom 15. Juni 2026 hat der Gemeinderat die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über die Gründe für diesen Entscheid und das weitere Vorgehen orientiert. Zudem findet am 9. November 2026 eine öffentliche Informationsveranstaltung statt. Die Abstimmung über den Projektierungskredit ist am 29. November 2026 vorgesehen.

Den Projektverantwortlichen ist es wichtig, vor der Abstimmung zum Kredit, offene Fragen zu klären und die Meinung der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zu erfahren. Hierzu steht Ihnen das nachfolgende Formular bis am 27. November 2026 zur Verfügung. Herzlichen Dank schon jetzt für Ihre Mitwirkung.
 

Ihre Fragen / Anliegen

Schulraumplanung

Schulraumplanung

 

Nachfolgende Eingaben sind eingegangen:

 Frage / AnliegenAntwort
1Die Gemeinde Seeberg hat ein neues Schulhaus mit Holz aus den eigenen Wäldern gebaut. Kosten ca. 6.4 Mio. Einwohnerzahl ungefähr die Hälfte von Bätterkinden. Auch wenn man hier verdoppelt, so sind wir noch lange nicht bei 40 Mio.

Bei genauer Betrachtung handelt es sich um ein Projekt mit deutlich unterschiedlichem Umfang.

Das Projekt der Gemeinde Seeberg umfasst drei Klassenzimmer mit Gruppenräumen für die 4. bis 6. Klassen sowie Räume für Lehrpersonen, Schulleitung, Logopädie/Integrative Förderung und das textile und technische Gestalten.

Entscheidend ist zudem die unterschiedliche Ausgangslage: Seeberg ist Teil der gemeinsamen Schule Wynigen-Seeberg. Die Oberstufe wird in Wynigen geführt. Am Standort Grasswil ging es deshalb im Wesentlichen um zusätzlichen Schulraum für die Primarstufe.
In Bätterkinden geht es dagegen um die langfristige Bereitstellung von Schul- und Betreuungsraum für Kindergarten, Primarschule und Sekundarschule. Die Machbarkeitsstudie geht von 21 Klassenzimmer, 21 Gruppenräume, 7 Förderräume, 12 Fachräume und 3 Gemeinschaftsräume inklusive Aula und Bibliothek aus.

Während in Bätterkinden der Bau von zusätzlichen 300 Schutzräumen vorgesehen sind, sind im Projekt Seeberg rund die Hälfte eingeplant.

Somit kann festgehalten werden, dass Bätterkinden ca. das 7-fache Angebot umsetzen muss im Vergleich zu Seeberg. Mit den knapp 40 Mio. sind wir demnach leicht preiswerter unterwegs als Seeberg, trotz der komplexeren Aufgabenstellung.

2Die Gemeinde Aarberg hat eine Gesamtsanierung mit einem Neubau von Tagesschule und Kindergarten für ca. 20 Mio. (inkl. Planungskosten) realisiert. Einwohnerzahl mit 4'000 rund +15% gegenüber Bätterkinden.

Auch das Projekt in Aarberg weist eine komplett andere Ausgangslage auf. Bei der Vorlage handelt es sich um einen Erweiterungsbau innerhalb des Bestandes ohne Ersatzbauten. Das Oberstufenzentrum wird dabei mittels Aufstockungen, An- und Umbauten erweitert. Der dafür gesprochene Verpflichtungskredit betrug 23.01 Millionen Franken.

Generell lässt sich sagen, dass jedes Schulraumprojekt individuell zu betrachten ist. So sind nicht nur die Anzahl neuer Räume, die Fläche sondern auch die örtlichen Gegebenheiten zu beachten.

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Argument Erdbebensicherheit: die älteste Holzbrücke im Emmental ist die Wynigenbrücke (1776). Diese ist noch immer in Betrieb. Neu erbaute Betonbrücken müssen oft schon nach 10 Jahren gesamtsaniert werden.

Mein Vorschlag: ein einfaches, in Holzkonstruktion gebautes Schulhaus würde der Gemeinde Bätterkinden gut anstehen. Rechteckig, praktische Zimmer und ohne "Firlefanz".

Für bestehende Schulbauten in Bätterkinden wurde die Erdbebensicherheit anhand der einschlägigen Kriterien untersucht. Für Schulen gilt dabei ein spezifischer Mindesterfüllungsfaktor. Bei bestehenden Gebäuden wird beurteilt, ob und in welchem Umfang Massnahmen unter Berücksichtigung der Restnutzungsdauer und des Schutzes von Personen, Bauwerk, Sachen und Betrieb verhältnismässig sind.

Die Machbarkeitsstudie zeigt zudem, dass die heutigen Gebäude teilweise konstruktive Schwächen aufweisen. Beim Trakt C werden beispielsweise wenige durchgehende tragende Wandscheiben, unstetige Aussteifungen über die Gebäudehöhe und unterschiedliche Materialisierungen als negativ beurteilt.

Für die bestehenden Gebäude wären deshalb im Rahmen einer Sanierung weitere Abklärungen notwendig. Je nach Ergebnis könnten Ertüchtigungsmassnahmen erforderlich werden.

Der Vorschlag, ein einfaches, zweckmässiges Schulhaus in Holzkonstruktion zu erstellen, ist keineswegs ausgeschlossen. Im Gegenteil: Die Machbarkeitsstudie berücksichtigt für den Neubau ausdrücklich einen Holzelementbau.

Auch dem Anliegen «ohne Firlefanz» kann vollständig zugestimmt werden: Die Gemeinde verfolgt nicht das Ziel, möglichst gross oder aufwendig zu bauen. Ziel ist vielmehr, den nachgewiesenen Bedarf möglichst wirtschaftlich, funktional und nachhaltig abzudecken. Das Raumprogramm basiert auf den kantonalen Richtlinien und weiteren Empfehlungen für Schulhausanlagen und wurde im Rahmen der Machbarkeitsstudie weiter konkretisiert.

 

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